Durch Zufall sind wir auf die Seite Recyclart.org gestoßen. Auf dieser Seite wird über neue innovative Produkte berichtet. Alle Produkte werden durch Recycling neu hergestellt. Es handelt sich also um alte Produkte, die durch ein Recycling einer neuen Funktion zugeführt werden.
Selbst ohne viel Text erkennt man sofort das neue Produkt. Die Seite Recyclart lebt von ihren Bildern. Jeder Kreative kann mit diesem Bilderpool-Portfolio auf neue Designideen kommen. In unseren Augen eine tolle Sache.
Und in der heutigen Zeit, wo man von neuen Konsumprodukten zugemüllt wird, sind die Ideen von Recyclart eine neue Bereicherung. Wenn man nun auf den Geschmack gekommen ist, kann man seine Ideen und neuen Kreationen auf Recyclart posten. Ein kurzer Text, ein Link und ein paar Bilder reichen völlig aus.
Gebrauchte Kartons werden in den Staaten per Internet verkauft.
Gebrauchte Kartons werden normalerweise verschenkt oder weitergereicht, falls einer welche für einen Umzug braucht. In den Staaten werden die gebrauchten Kartons per Internet weiterverkauft. Auf der Webseite boxcycle.com einfach den ZIP Code eintragen und man sieht direkt das Angebot der “Used Boxes”. Schön dargestellt, incl. Google Maps für die Orientierung.
Auf der Seite kann man Kartons kaufen und auch verkaufen. Preislich liegt die gebrauchte Verpackung bei 0,50 US Dollar bis 1,5 US Dollar.
Eine interessante Idee, sollte es für Deutschland auch geben. Würde jedenfalls den Altpapierberg verringern und der Umwelt schadet es auch nicht. Weitere Infos in dem YouTube Video.
Verfolge die Geschichte Deiner Verpackung mit einem QR-Code.
Die Columbia Sportswear Company hat einen neuen Idee umgesetzt. Auf der Webseite A Box Life kann man die Geschichte der Verpackung, an Hand eines QR-Codes verfolgen.
Der Kunde kauft seine Ware bei Columbia Sportswear ein und kann dann entscheiden, ob er einen neuen Karton oder einen gebrauchten Karton haben möchte. Über 60% entscheiden sich für einen gebrauchten. Das “Leben” dieser Verpackung wird in dem QR-Code gespeichert. Jeder Kunde kann dann an der Reise-Story dieser Verpackung weiterschreiben. Auf der Community-Website A Box Life sind die einzelnen Geschichten mit den Bildern abrufbar. Wenn also einer sein Päckchen erhält, braucht er nur den QR-Code einscannen oder die Tracking-Nummer eintragen und kann dann die Story weiterschreiben. So kann man sich später nochmal einloggen und schauen, was sein Karton denn so macht.
So wird die Umwelt geschont, Columbia Sportswear spart Verpackungskosten und der Kunde hat Spaß.
Etwa 85 % der 3,5 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmen in den Weltmeeren.
Das Müllaufkommen hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt, wie auch in dem YouTube zu sehen. Auf dieses Problem will David de Rotschild die Bevölkerung aufmerksam machen.
Mit einem selbstgebauten Katamaran, mit dem Namen Plastiki, aus 12.000 PET Flaschen, will er 2009 durch die Meere kreuzen und die Müllstrudel im Pazifik erforschen. Auf Wikipedia ist hierzu nachzulesen:
…Für den Frühling 2009 plant Rothschild mit einem Floß aus Plastikflaschen und rezyklierten Materialien den Pazifischen Ozean von Nordamerika nach Australien zu besegeln. Die Reise soll etwa vier Monate dauern. Dabei ist auch eine Expedition zum sogenannten Müllstrudel geplant…
Ein sehr informativer Bericht ist hierzu am 25.09.09 unter nachhaltig.org erschienen. Ein weiterer Bericht auf utopia.de.
Unsere Wegwerfgesellschaft hat in den letzten Jahren über 100 Tonnen an Zivilisationsmüll in die Weltmeere gefördert. Der Müllteppich hat mittlerweile, laut Wikipedia, die Ausmaße von Texas erreicht. Von Jahr zu Jahr verdoppelt sich die Menge an Plastikmüll. Die Story der 29.000 gelben Kunststoff-Enten ist allgemein bekannt. Durch verlorene Ladungen der Containerschiffe wird das Problem weiter befeuert.
Das Müllproblem ist selbst im Urlaub bemerkbar. Durch Informationen aus den eigenen Reihen, ist uns berichtet worden, daß 2006 der Plastikmüll an den Stränden von Yucatan (Mexiko) kaum bemerkt wurde. 2008 ist er kaum mehr zu übersehen. Teilweise sehr kleine Stücke, aber auch ganze Benzinkanister werden ständig morgens vom Strand entfernt. Da die bunten Fische und Schildkröten in Yucatan für den Tourismus die Hauptaktraktion sind, ist der Müll nicht besonders förderlich.
Sieht man sich den Müll an den Stränden genauer an, wird man bemerken, daß dieser nicht in der Mehrzahl aus Mexiko kommt. Teilweise kann man auf dem Müll noch die Beschriftung lesen. Niederländisch, Englisch und Französisch ist keine Seltenheit. Das Müllproblem ist also global. Da kann man nur hoffen, daß David de Rotschild mit seiner Mission Erfolg hat.
Nebenbei hat die aktuelle Krise auch seine Vorteile, es wird weniger Müll produziert. Containerschiffe liegen zu hunderten vor Anker (stockMagazin berichtete), mangels Aufträgen. In den Häfen der Welt sind fast keine Liegeplätze mehr vorhanden. Viele Containerschiff sind von der Pleite bedroht.
Ganz hartgesottenen können sich die Fotodokumentation “Midway” von Chris Jordan ansehen. Tote Vögel und der Plastikmüll.