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Erfahrungsbericht: Lüttich-Bastogne-Lüttich Challenge 2014


Die meist unterschätzte RTF. 167Km mit über 2600Hm. Viele Anstiege mit fast 20% Steigung. Mal schnell nebenbei die Lüttich-Bastogne-Lüttich Challenge RTF absolvieren, ist nicht gerade die beste Idee. Da sollte man vorbereitet sein.

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Besonders “fremde” Radsportler erhalten spätestens hier im “flachen” Belgien eine gehörige Abreibung. Besonders wenn es kurz vor Schluss nach 155Km, am Côte de Saint-Nicolas in Tilleur, nochmal stellenweise 13% bergauf geht. Dort ist die Anzahl der Teilnehmer beachtlich, die ihr Rad schieben. Obwohl diese Steigung als eher harmlos zu bewerten ist. Und auch nur 1400 Meter lang. Haben dort einige Fahrer schon keine Körner mehr.

Nicht zu vergessen, dass das sommerliche Wetter in den letzten Jahren diesen Höllenritt eher erträglich macht. Normalerweise sind 6 bis 7 Grad, Regen und Hagel im Wechsel zu erwarten. Dies ist eher die Normalität in Belgien. Es ist ja schließlich April. 160Km im Dauerregen bei 6 Grad, würde keinen Belgier aus der Reserve locken. Daher war die 2014 Rundfahrt eher eine entspannte sommerliche Sache, bis auf die Steigungen…

Als Tip für diejenigen die denken, Belgien ist flach. Die sollten sich ausgiebig mit dem Streckenverlauf von LBL befassen. Es sind auf der 167Km Strecke zwar sieben sogenannte Côte (Steigungen) notiert. Das sind aber nicht alle. Die Belgier werten 5% Wellen, teilweise 2Km lang nicht als Steigung. Das ist dann flach! Die ganze RTV ist bespickt mit diesen Wellen. Es geht immer hoch und runter. Das gilt natürlich auch für die kurze und lange Strecke von Lüttich-Bastogne-Lüttich. Dies hat zur Folge, dass man schnell seine letzten Körner verbraucht. Also aufpassen!

LBL Challenge 2014Desweiteren geht es zu Beginn der Strecke erstmal kurz 11% bergab, auf Kopfsteinpflaster, zum wach werden. Dann folgt ein schneller Ritt auf schlechtem Kopfsteinpflaster gepaart mit Schlaglöchern durch Lüttich. Das sehr hohe Tempo auf diesen schlechten Straßen, sollte keinen “fremden” erschrecken. Die Belgier verwandeln ihre RTV´s eher in sehr flotte Rundfahrten. Und falls einem zwei junge blonde Belgierinnen freihändig und quatschend auf Kopfsteinpflaster mit fast 35 Sachen überholen… Alles normal, wir sind in Belgien. Hier wird man immer von den Mädels überholt. Das gilt auch für die Côte de la Redoute, mit stellenweise 20% Steigung. Dort wird manch männlicher Radsportler, ebenfalls vom weiblichen Geschlecht an die Wand gefahren.

Lüttich-Bastogne-Lüttich Challenge ist wie jedes Jahr perfekt organisiert. Verpflegung, Streckenführung und alles weitere stimmt bis ins Detail. Da zu Beginn und auch im späteren Verlauf der RTV das Tempo sehr hoch ist, wird stellenweise der Verkehr bei großen und kleinen Gruppen komplett angehalten. Somit kann man etwas entspannter das Tempo mitgehen. Rote Ampeln werden manchmal auch überfahren. Trotzdem sollte man immer sehr aufpassen, ob trotz kurzzeitig gesperrter Straße kein Auto kommt.

In Belgien wird, wie in keinem anderen Land auf dieser Welt, extrem auf Radfahrer geachtet. Die Rücksichtnahme der Autofahrer ist hier mehr als beachtlich. Spinner gibt´s hier auch, sind aber extrem selten. Radfahren macht hier richtig Spaß.

Als “fremder” sollte man aber wissen, dass die Belgier nicht immer vor Schlaglöchern warnen, da man sonst nicht mehr aus dem warnen raus kommt. Es sind halt immer und überall Schlaglöcher. Desweiteren kann auch mal Sand oder Schotter in der Kurve liegen. Und nach einer steilen 5Km Abfahrt folgt manchmal auch eine 90 Grad Kurve.

Die ganze Lüttich-Bastogne-Lüttich RTV Challenge führt durch die Ardennen. Stellenweise wunderschöne Ausblicke mit viel Wald um Wiesen. Falls man Liege Bastogne Liegeschnell genug unterwegs ist, kann man sich in Stavelot einen Café ziehen. Sehr schöner Ort. Natürlich mit schönem Kopfsteinpflaster. Das Pflaster ist aber bei der LBL RTV viel besser zu befahren als in Roubaix oder auf der Flandern Rundfahrt. Carbon Rahmen und stabile Carbon Laufräder sollten hier keine Probleme machen. Leichtbaumaterial könnte einem aber um die Ohren fliegen.

Falls man nun auf die Idee kommen sollte, die Lüttich-Bastogne-Lüttich Challenge einmal in Angriff zu nehmen, hier einige Steigungen mit Prozent, Verlauf und Bild: L’Ancienne Barrière, Col du Rosier, Côte de la Redoute, Côte de la Roche au Faucons und Côte de Saint-Nicolas.

Lüttich Bastogne Lüttich 2014

Fazit zur Lüttich-Bastogne-Lüttich Challenge: Wer ständig mit seinem Rad in Belgien unterwegs ist, wird vom Straßenzustand und den Steigungen nicht überrascht werden. Alle die hier nicht zu Hause sind, Achtung! Nicht unterschätzen! Höhenmeter sind nicht gleich Höhenmeter. Und belgische Straßen sind auch nicht jedermanns Sache. Trotz allem macht es einen Riesenspaß, diesen Frühjahrsklassiker einmal zu fahren.

Wir könne hier nur eine Empfehlung aussprechen. Man befindet sich ja schließlich in Belgien, im Zentrum des Radsports, was will man mehr!

Fotos: Holger Bischoff

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Erfahrungsbericht: Paris-Roubaix Challenge 2014


Paris-Roubaix Challenge. Eine RTF über 141 Km, davon fast 40 Km auf Pavés. Der Rundkurs bietet zwar keine giftigen Steigungen mehr wie 1932, man sollte aber das Pflaster auf keinen Fall unterschätzen.

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Altes Kopfsteinpflaster in Deutschland oder auch in der ex DDR hat mit den Pavés in Roubaix, rein gar nichts zu tun!

Wer schon über die schlechten Straßenverhältnisse in Belgien oder über das Kopfsteinpflaster bei der Flandern-Rundfahrt klagt, sollte nicht auf die Idee kommen sich nach Roubaix aufzumachen. Hier kann man das Kopfsteinpflaster (Pavés) wirklich als unfahrbar betiteln.

Der 141 Km Rundkurs von 2014 bietet als Willkommensgruß zuerst einmal, nach ein paar Kilometer „normalen“ Asphalt, den berühmten Wald von Arenberg. Hier sollte schon mit etwas Tempo (25 bis 30 Km/h) gefahren werden und sich dann darauf vorbereiten, dass einem fast der Rennlenker aus der Hand geschlagen wird.

Als Tip für die erste Pflaster-Passage, mit abnehmenden Tempo werden die Schläge in den Lenker schlimmer. Also immer richtig schön Tempo machen.

Wenn man denkt, dass Stahlrad löst sich auf, ist der Speed genau richtig. Dann noch eine kleine Acht im 36er Speichen Laufrad, nach dem Wald von Arenberg und es ist perfekt gelaufen. Es sollte aber noch schlimmer kommen. Nach unseren Erfahrungen sind die über 2 km Kopfsteinpflaster am Carrefour de l’Arbre sehr viel schlimmer.

Es gibt zwar viele die mit Carbon und Systemlaufrädern unterwegs sind, wir empfehlen für Roubaix ausschließlich Stahlrahmen und 32er oder 36er Laufräder. Dann kann man sich bei einem Speichenbruch auch schnell mal mit einer Notspeichen helfen.

Dickes Lenkerband und Gelpads sind von Vorteil für die Hände. Desweiteren alles was abfliegen könnte, mit Kabelbindern fixieren. Aluflaschenhalter enger biegen, damit die Trinkflasche nicht das Weite sucht. 28mm Reifen mit schweren 110 Gramm Schläuchen wären hier auch von Vorteil. Falls man mit einem Garmin GPS Gerät unterwegs ist, hat sich die Sram Halterung wirklich sehr bewährt. Mit einigen Gummis dann noch den Garmin an der Halterung sichern und schon bleibt alles am sicheren Platz.

Der Luftdruck der Reifen ist eigentlich die wichtigste Sache auf den Pavés. Falls nicht mehr als 85 Kilo Systemgewicht (Rad und Fahrer) auf die Straße gebracht wird, kann man sich den Luxus erlauben auf den Pavés mit 5 Bar zu fahren. Im Vorderreifen dann auch nur mit 4,5 Bar. Hört sich extrem wenig an, macht aber Sinn. Ein persönlicher Test am Vortag der Veranstaltung wäre von Vorteil.

Paris-RoubaixWir sind auch schon mal mit 6 Bar unterwegs gewesen, sind aber Welten zu 5 Bar. Falls man sich keine Durchschläge einfängt, ist 5 Bar zu Empfehlen. Mit wenig Luftdruck ist dann auch mehr Speed auf den Pavés möglich und nebenbei kann man hierdurch seine Hände etwas entlasten.

Weitere Tips für die Pavés:

Immer möglichst genau in der Mitte der Pavés fahren.

Die Schotterstreifen am Rand der Pflastersteinstraße meiden, hier ist schnell einen Plattfuß eingefangen. Besonders mit dem niedrigem Luftdruck.

In den Kurven ist in den meisten Fällen Sand und Schotter, hier Tempo rausnehmen.

Immer mit einem dicken Gang fahren, damit die Kette nicht das Weite in den Speichen sucht.

Nicht auf die Idee kommen den Lenker fest zu umklammern, immer schön tanzen lassen.

Immer genug trinken, vor den Pflasterpassagen!

Falls man denkt schlimmer kann es nicht mehr kommen, es kommt schlimmer.

Falls nun die Idee aufkommt sich in die Hölle von Roubaix zu begeben, sollte vielleicht zuerst auf den schlechtesten belgischen Straßen einen Trainingsmonat einlegen werden. Jedes belgische Schlagloch ist die reinste Wohltat zu den französischen Pavés.

Entweder man liebt Roubaix, oder man hasst das Pflaster abgrundtief…

Fazit zur Strecke: Falls jemand behauptet es ist nicht so schlimm in Roubaix, er lügt! Wir sind zig tausende Kilometer auf schlechten belgischen Straßen unterwegs gewesen. Belgischer Schotter in fast jeder Kurve. Schlimmste Schlaglöcher auf fast allen Nebenstraßen. Das Lütticher Kopfsteinpflaster in Ans und im Industriegebiet, ist ein Kinderspiel zu den Pavés in Roubaix. Falls es aber in Roubaix regnen sollte… ja dann… ist jeder Tip hinfällig.

Es ist und bleibt ein Alptraum. Die Hölle des Nordens ist wirklich untertrieben.

Aber… Es macht höllisch Spaß! Wir sind 2015 wieder dabei :-)

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Foto: Holger Bischoff

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Reisebericht Mexiko: Geheimtip Yucatan


Allgemein ist bekannt, dass nach den Monate November bis Anfang Dezember, gerade die Hurrikansaison vorbei ist. Kurz vor Weihnachten ist auch die einzigste günstige Nebensaison.

2093674510_06af019840_n (1)Durch den über 12 Stunden Flug, lohnt es sich nicht für einen kurzen Trip. Mindestens 2 Wochen sollten es sein. Da man in den meisten Fällen nochmal ca. 1 bis 2 Stunden mit dem Transfer zum Hotel unterwegs ist. So kommen schnell mal über 18 Stunden zusammen. Man darf auch nicht den Jetlag unterschätzen. Desweiteren ist es in Mexiko wirklich sehr sehr heiß. Der Temperaturunterschied zwischen Deutschland und Yucatan trägt also auch noch zu einer längeren Eingewöhnungsphase bei! Also besser drei Wochen Urlaub einplanen.

Yucatan ist sehr grün. Beim Anflug sieht man Dschungel bis zum Horizont, bis man dann in Cancun landet. Wer sich einen entspannten Strandurlaub gönnen möchte kann sich bei Otto Reisen die besten Angebote raussuchen und ist dann natürlich bestens in Yucatan aufgehoben. Die meisten Hotels sind All-Inclusive und durch die Bank sehr gut. Meistens auch 24 Stunden All-Inclusive, sowohl Essen und Trinken. Bei Otto Reisen sind einige All-In Angebote immer wieder gelistet. Hier lohnt sich immer wieder mal nachzusehen.

Ausflüge kann man natürlich auch machen. Die alten Maya Städte Coba, Tulum und Chichen-Itza sind immer einen Trip wert. Leider kommt man bei den Trips in die Mittagshitze. Also nichts für Leute die Probleme mit den hohe Temperaturen haben. Playa del Carmen ist ein kleiner schöner Touristenort. Sehr zu empfehlen. Dumme Touristenabzocke erlebt man hier in den seltenen Fällen. Und Raucher können hier in einem großen offenen Supermarkt, auf einer Straßenecke in der nähe 2088813897_476b3d62e1_mder Promenade, günstig Kippen kaufen. Die sind nämlich im Hotel doppel so teuer.  Man sollte sich aber immer in der Nähe der ersten zwei Straßen zum Meer aufhalten. Der Bereich ins Landesinnere und in der Nähe von den kleinen Privat-Flughafen ist nichts für Nikon-Träger! Mexiko ist arm, dass sollte man nicht vergessen! Und absolut nicht zu vergleichen mit Europa.

4268604641_13b908014c_n (1)Desweiteren ist Militär und Polizei, extrem schwer bewaffnet, alle 100 Meter vertreten. Mexikaner sind alle fröhlich, nett und haben ein Lächeln auf den Lippen. Militär und Polizei allerdings nicht, dies nur zur Info. Und wenn es dunkel wird, sollte man als Tourist im Hotel sein, ohne wenn und aber!

In manchen Hotels wird auch Schnorcheln mit Schildkröten angeboten. Sollte man unbedingt machen. Dort sieht man extrem viele freilebende Wasserschildkröten im natürlicher Umgebung. Anfassen allerdings streng verboten.

Urlaub in Yucatan Mexiko lohnt sich zu 100%. Das beste Naturerlebnis was man haben kann. Der öffentliche Strand in Akumal ist auch noch ein geheim Tip. Extrem gepflegt und sauber. Am Strand kann man günstig essen und trinken. Riesige Rochen 5 Meter vom Strand sind dort auch zu finden. Und wer etwas mehr Aktion sucht, sollte sich einen der vielen Naturparks ansehen. Wie z.B. Xel-Ha.

Bilder: Holger Bischoff

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Das neue Apple MacBook Pro auf der WWDC 2012


Es war mal wieder soweit. Auf der WWDC 2012 enthüllte Apple wieder ein Referenzgerät. Diesmal war es ein Laptop und kein Apple Fernseher.

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Am 11.06. wurden auf der Entwicklermesse in San Francisco die neuen Laptops vorgestellt. MacBook Air und MacBook Pro wurde ein Ivy Bridge Prozessor spendiert. RAM, SSD aufgeblasen und USB 3.0 gab es auch dazu. USB 2.0 und 3.0 in einem Port. Gute Idee und nicht bei jedem Hersteller selbstverständlich. Als „One more thing“ stellte Apple das neue MacBook Pro mit 15 Zoll Retina Display vor.

Das neue Retina MacBook Pro

Über 15 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2880 x 1800 Pixeln. Mehr geht wohl nicht. Oder man lässt seine Augen tunen. Das ganze wiegt dann 2 Kilo und ist auch nur noch 1,8 cm dünn. Das alte Medium „DVD Player“ wurde dann auch noch entsorgt. Wirklich brauchen tun man es auch nicht mehr. Also nicht schade drum. Beim Thema „weglassen“ war Apple in der letzten Zeit Marktführer. Schöner Nebeneffekt, die Dinger werden leichter und laufen über 7 Stunden.

Quad-Core Intel Core i7, NVidia und Thunderbolt beschleunigen die Sache weiter. Wie bei den Air Modellen trägt die SSD Flash Festplatte ebenfalls zur Geschwindigkeit bei. Programmstarts und Rechner hochfahren geschehen in wenigen Sekunden. Da ist nur noch das Chromebook von Google schneller. Alles in allem ein richtig schneller Laptop für Videokünstler und Fotografen. Leider zu einem stolzen Preis von 2280,- €. Wer noch was mehr braucht, kann auch noch weiter aufstocken und zahlt dann fast 2900,- €. Der Privatanwender wird dann wohl eher auf die etwas dickeren MacBook Pros ausweichen.

Die Weichen für die Zukunft stellen?

Es ist abzusehen, dass Apple im Laufe der Zeit die „alte“ MacBook Pro Reihe durch das 1,8 cm Gehäuse ersetzen wird. Was hier nun getestet wird, ist ob der Markt das neue Design annimmt. Und ob das „weglassen“ von alter Technologie beim Verbraucher ankommt. Es scheit aber zu klappen. Nachdem der Apple Shop wieder online war, lagen die Lieferzeiten bei 4 bis 5 Tagen. Nun muss man schon ein paar Wochen länger warten, um sein 2 Kilo Retina Laptop zu erhalten. Hoher Preis hin oder her, es funktioniert. Apples Rechnung geht anscheinend auf.

In naher Zukunft wird dann wohl 11 bis 13 Zoll in Air im alten Gehäuse und Pro in 13 und 15 Zoll im neuen Design erhältlich sein. Wenige Produkte, aber für jeden was dabei.

Apple TV, iPhone 5 und kleines iPad? Wann kommen die neuen Produkte? Das Apple Air Patent.

iPad und iPhone laufen wie geschnitten Brot. Weshalb was neues? Apple möchte wahrscheinlich zuerst einmal die Entwicklungskosten einfahren, bevor wieder Geld in die Hand genommen wird. Ende 2013 ist bestimmt die „Miete“ eingefahren und das neue Design kann kommen. Nicht zu vergessen, das erst vor ein paar Tagen Apple das MacBook Air Design hat schützen lassen. Wohlgemerkt ohne Scharniere, nur die äußere Form. Da wird es Samsung und Co. schwer haben, seine Ultrabooks an den Mann zu bringen. Die ersten Klagen werden bestimmt bald folgen. Und leider heißt es dann zahlen. Und zwar an Apple.

Und ob iPhone, iPad, TV und Co. dem Air Look folgen werden, sehen wir spätestens in 2013. Schön und leicht wird es auf jeden Fall. Das hat Apple mit den Air und Retina Modell bewiesen.

Bild: Apple Co.

 

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Das Fahrrad-Navi, ein Erfahrungsbericht


Stressfrei auf die Radtour. Ein Erfahrungsbericht über ein Fahrrad-Navi und wie das Garmin 705 die Straßenkarte in Papierform ersetzt.

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Radfahren erlebt im Moment einen regelrechten Boom. Besonders das Rennrad wird wieder entdeckt. Der Sommer ist in der Startphase und die ersten schönen Tage locken die ersten Sportiven auf Weekend-Tour.

Vor 20 Jahren nutzte man noch eine handelsübliche Straßenkarte aus Papier. Groß und unhandlich. Meistens im Maßstab 1:250.000. Für die Radtour wurde dann ein Teilstück rauskopiert und wenn man es noch besser machen wollte, für ein Heidengeld in Folie eingeschweißt. Kartenhalter für´s Rennrad waren eher unsportlich und flogen einem bei hoher Geschwindigkeit meist um die Ohren. Also immer anhalten Karte raus und nach dem Weg suchen, falls man eine neue Route ausprobieren wollte. Auf die Dauer nervig, aber damals der Stand der „Technik“.

Stressfrei auf Radtour mit dem Garmin 705 Navi

Die Zeiten haben sich geändert. Das Kartenmaterial ist nun digitalisiert und per Navigationsgerät verfügbar. Und das ist mehr als praktisch. Zuerst waren alle Kollegen etwas skeptisch. Jetzt auch noch Elektronik auf dem Rennrad, dass kann doch nicht sein, waren die ersten Sprüche. Nach den ersten Weekend-Touren war die Begeisterung mehr als hoch. Vorweg der Fahrer mit dem Garmin und im Windschatten der Rest vom Tross. Bis auf einmal, hat das Navi den Weg mehr als perfekt berechnet und auch angezeigt. Stressfrei auf Radtour steht nun an jedem Wochenende auf dem Plan, Dank Garmin Navi.

Das Garmin 705 Navi ist zwar nicht mehr offiziell im Handel, wird aber noch neu und gebraucht angeboten. Das Garmin 800 hat das 705 abgelöst. Das 705 Modell wird noch per Tasten bedient, wobei das 800 Modell über ein Touchscreen verfügt. Was nun besser ist, kann man selber entscheiden. In der Funktion sind beide Geräte fast identisch. Wobei das Garmin 800 mehr Wert auf die Navigation legt.

Routenplanung mit RoadTrip und GPSies

Wer eine perfekte Routenplanung vornehmen möchte, sollte seine Route über die Webseite gpsies.com planen, zusammenklicken und mit dem Garmin Programm RoadTrip auf sein Navi überspielen. Die importierte Route wird als GPX Route in RoadTrip eingelesen. Man sollte in RoadTrip nur noch die Wegpunkte minimieren, damit die Route genauer und schneller berechnet wird. Es gibt zwar noch einige andere Wege, um das Navi zu füttern, wir finden diesen Weg aber am einfachsten. Probleme mit Software (Navi und Mac) konnten wir bis heute nicht feststellen. Es scheint, dass die Garmin Mitarbeiter Mac Fans sind, da RoadTrip für den Mac sehr gut läuft und das Garmin 705 gut einbindet.

Hilfreiche Seiten zum Thema „freies“ Kartenmaterial und Garmin 705

Als wir das Gerät in Betrieb genommen haben, waren einige Webseiten sehr hilfreich und haben uns in kürzester Zeit bei einigen Problemen weitergeholfen. Auf garminedge.wordpress.com wird das 705 und 800 Modell sehr gut erklärt. Hier findet man auf die meisten Fragen eine Antwort. Da das Basis Kartenmaterial im Garmin 705 nicht zu empfehlen ist, sollte man auf Openstreetmap Material zurückgreifen. Auf der Seite garmin.openstreetmap.nl findet man dieses Kartenmaterial fast für die ganze Welt. Da die meisten Radtouren sich in einem Umkreis von 100 Kilometern abspielen, benötigt man nur einen kleinen Ausschnitt. Und das wird ohne Probleme von dem internen Speicher des 705 Modell aufgenommen. Und die geplante Radtour und die Fitnesswerte passen dann auch noch drauf. Eine zusätzliche Speicherkarte ist nicht nötig.

Alles in allem läuft die Kombination Garmin 705, RoadTrip für den Mac ohne Probleme. Mit dem Openstreetmap Material erhält man sehr genaue Karten, die jede kleine Information auf dem Navi anzeigen. Neu und Gebraucht ist das Garmin 705 immer noch zu empfehlen und wird aktuell kleines Geld angeboten. Erhält jedenfalls unsere Empfehlung. Die PC Software haben wir nicht ausprobiert und können hier keine Erfahrungen vermitteln.

Bild: Holger Bischoff

 

 

 

 

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Test: Nikon AF-S 24-70mm f/2.8


Erfahrungsbericht: Das Nikon AF-S 24-70mm f/2.8. Getestet an einer Nikon D700. Ein Lichtriese als Alltagszoom. Keine Angst mehr, vor zu wenig Licht.

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Seit ca. 1 1/2 Jahren nutzen wir als Alltagszoom das Nikon 24-70mm f/2.8 auf einer D700 und D3. Die gleiche Lichtstärke im ganzen Zoombereich möchten wir nicht mehr missen. Besonders bei Sportaufnahmen bei schlechten Wetter, ist immer eine hohe Verschlusszeit möglich, ohne die ISO Zahl hochzuschrauben. Was natürlich die Qualität der Aufnahmen steigert. Ein Wackelschutz, wie bei dem 70-200mm f/2.8 Nikon ist hier nicht verbaut. Dies ist aber bei dieser Brennweite auch nicht nötig.

Wie üblich kann man den AF Betrieb am 24-70mm Nikon Objektiv abschalten. Falls man einmal manuell den Fokus einstellen möchte, klappt dies ebenfalls schnell und unkompliziert. Da das komplette Glas aus einer Metalllegierung gefertigt ist, lassen sich die Brennweite und Focus Ringe sehr wertig bedienen. Das Nikon 24-70mm ist außerordentlich hochwertig verarbeitet. Das schlägt sich allerdings auch auf das Gewicht nieder. Mit einer Nikon D700 plus Batteriegriff kommt man leicht über 3 Kilo.

Das Frontglas ist extrem stark vergütet. Desweiteren ist es sehr hart. Selbst wenn man einmal aus Hektik die Kante des Objektivdeckel auf das Glas knallt, entstehen keine Kratzer. Putzschäden sind durch die harte Vergütung ebenfalls nicht zu erwarten. Das Bajonett ist aus Metall und für den harten Einsatz ausgelegt. Besonderes Augenmerk hat Nikon auf die Regentauglichkeit gelegt. Das Nikon 24-70mm Glas ist komplett Regendicht. Frontlinse und Einstellringe sind extra abgedichtet, so daß man sich die Regenhaube sparen kann. Zusätzlich ist eine stabile Gummilippe am Bajonett verbaut, die das Nikon Objektiv am Kamera-Anschluss gegen Regen abdichtet. So kann auch kein Wasser das Innere des Bodys beschädigen. Bei mexikanischen Starkregen sollte man dann doch eine Regenhaube verwenden, den hier hält noch nicht einmal ein „deutscher“ Regenschirm das Wasser ab. Nach 15 Minuten versagt hier die Beschichtung.

Nikon liefert zu dem 24-70mm f/2.8 zwei Deckel, eine stabile Tasche und eine hochwertige Kunststoff-Sonnenblende mit. Die Sonnenblende hält neben der Sonne auch starke Stöße ab und sollte eigentlich immer genutzt werden. Mancher Frontschaden könnte so vermieden werden. Desweiteren federt die Blende auch Stöße ab, falls man mal die Kamera etwas „schneller“ auf dem Boden ablegt.

Abbildungsqualität des Nikon 24-70mm f/2.8

Die Lichtleistung wurde oben schon erwähnt und ist immens gut. Farbe, Kontrast und besonders die Schärfe ist atemberaubend für diese Preisklasse. Bis in die Ecken ist die Qualität hervorragend und selbst bei offener Blende 2.8 ist die Abbildung hervorragend scharf. Wir konnten keine wirklichen Mängel entdecken und würden das 24-70mm Nikon jederzeit wieder kaufen. Im AF Betrieb ist die Schnelligkeit mehr als perfekt und ermöglicht jederzeit scharfe Sportaufnahmen.

Durch die perfekte Vergütung und die Härte der Frontlinse, sollte man einen UV-Filter nur bei harten Shootings (Rallye, Cross und Demo) nutzen. Denn mehr Glas stört nur die Qualität. Das Nikon 24-70mm f/2.8 ist von Haus aus schon perfekt gerechnet, ein Filter hilft hier nur in den seltensten Fällen.

Falls jemand mit dem Erwerb des Nikon 24-70mm f/2.8 spielt, sollte nicht länger warten. Leistung, Verarbeitung und Bildqualität sind spitze, eine glatte Empfehlung. Der Preis ist trotz Naturkatastrophe in Japan, in der letzten Zeit etwas gefallen. Das Nikon „Weitwinkel“ Zoom liegt aktuell unter 1.500,- €. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber berechtigt.

Bild: Holger Bischoff

 

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Nikon DSLR und die alten Non-Ai Nikkor Objektive


Verwendung alter Non-Ai Nikkor Objektive an der Nikon DSLR

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Vorab zur Information: Alte Non-Ai (kein Ai oder Ai-s Blendenring) Gläser von Nikon können an keiner DSLR Nikon verwendet werden. Im schlimmsten Fall wird sogar die DSLR durch das Non-Ai Objektiv beschädigt. Ein Umbau des alten Nikon Objektivs, durch abfräsen des Blendenrings auf Ai, lohnt in den meisten Fällen nicht. Da der Umbau bei Nikon Köln ca. 70,- € kostet. Man sollte dann eher direkt ein Ai oder Ai-S Objektiv erwerben, wenn man gerne mal ein altes Glas aus dieser Zeit antesten möchte.

Desweiteren lassen sich nicht alle Non-Ai Gläser umrüsten. Es kommt hier auch auf die Ausführung an. Die erste Serie der Non-Ai Objektive, der A-Typ ohne Befestigungsschrauben am Bajonett, lässt sich z.B. nicht auf Ai umrüsten. Bei den C- und K-Typ ist dies möglich. Diese Versionen des Non-Ai Objektivs haben Schlitz- oder Kreuzschlitzschrauben am Bajonettring.

Weitere Infos zu diesem Thema kann man bei Wikipedia nachschlagen. Dort ist eine Tabelle zu finden, wo man die Objektiv Modele und Kameras vergleichen kann. Desweiteren empfehlen wir das Fachbuch Nikon Compendium. Dies gilt als Referenzwerk zum Thema Nikon.

Mit welcher Nikon kann man die Non-Ai Nikon Objektive verwenden?

Digitale Nikon Modele fallen hier erstmal weg. Bei den analogen wird man eher fündig. Ohne Probleme kann man folgende Modele verwenden:

  • F (unsere Empfehlung)
  • F2 (unsere Empfehlung)
  • Nikkorex F
  • Nikkormat FS
  • Nikkormat FT
  • Nikkormat FTN
  • Nikkormat FT2
  • Nikkormat EL und ELW

Bei den anderen analogen Nikon SLR´s kann man die alten Gläser entweder gar nicht, oder nur mit starken Einschränkungen verwenden. Selbst bei dem „Allround“ Model F3 muss man zuerst noch den Blendenmitnehmer umklappen. Der Belichtungsmesser funktioniert dann nur mit Spiegel hochklappen. Was man recht einfach mit dem Kontrollknopf für die Tiefenschärfe erledigt.

Falls man also eine Sammlung von alten Non-Ai Nikon Objektiven besitzt, sollte man sich einfach die gute alte Nikon F oder F2 zulegen. Hier wird der Belichtungsmesser noch mit der Blendennase bedient. Recht einfach, aber wirksam. Die Qualität der 35mm Negative kann zwar nicht mehr mit einer modernen DSLR Nikon mithalten, aber Spaß macht es dennoch.

Und wer jemals eine Nikon F FTN „black“ mit einem F-36 Motor bedient hat. Wird den Non-Ai Markt, spätestens dann, leerkaufen…

Bild: Holger Bischoff

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Mobilwunder: Apple Mac Book Air


Der 1 Kilo Apple Laptop für die Reisetasche.

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Wenn man selber seit Jahren ein Dell D430 Laptop nutzt, ist man nicht gerade Design verwöhnt. Der Dell ist vor ca. 3 Jahren incl. 32 GB SSD Laufwerk und externen CD Laufwerk mit 1750,- € eingeschlagen. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber leicht. Der Dell wiegt ca. 1,5 Kilo.

Nach dem Apple Event am 20.10. wurde man wieder eines besseren belehrt, dass neue Mac Book Air ist da. 11 Zoll und 1 Kilo bei einem Preis von 998,- € (Gravis Shop) sprechen eine deutliche Sprache. Designtechnisch ist auch hier eine Glanzleistung abgeliefert worden. Stellt sich nun die Frage, weshalb die anderen Laptop Hersteller immer noch die schwarzen Kisten auf den Markt werfen!?

Die Batterieleistung liegt ebenfalls mit 5 Stunden auf einem sehr hohen Niveau. Mit 30 Stunden Standby Zeit gehört das „Ausschalten“ nun auch der Vergangenheit an. Einfach aufklappen und arbeiten, was will man mehr. Und knirschende Plastikgehäuse gehören mit dem Alu-Monoblock des Apple Mac Book Air nun auch der Vergangenheit an.

Die Zukunft von Mac OS und iOS.

Wenn man sich die Key Notes von Apple ansieht, wird einem klar, dass irgendwann das iOS und Mac OS zusammenschmelzen wird. In ein paar Jahren wird es nur noch ein Betriebssystem geben. Vielleicht wird es dann Mac iOS 13 heißen. Egal ob man dann sein iPhone, iPad oder sein Mac Book nutzt, dass Betriebssystem ist dann komplett gleich. Nebenbei kann man mit dieser Taktik auch extreme Kosten einsparen. Ob es wirklich so kommt, werden wir dann sehen.

Desweiteren wird der App Store von Apple nicht nur für das iPhone und iPad zur Verfügung stehen, sondern auch für die komplette Mac Book Palette. Und das bringt dann nochmal einen Aufschwung in den Verkaufszahlen. Nebenbei wird die Anzahl der Programme weiter steigen. Und der User hat hierdurch mehr Auswahl.

Der Schreibtisch hat ausgedient, die Arbeitswelt wird noch mobiler.

Das Rowe-Prinzip, wie schon in der brand eins Online beschrieben, wird in Zukunft zur Normalität werden. Besonders die junge Generation strebt einem Wandel in der Arbeitswelt an, wie auch im Artikel in changex.de nachzulesen. Nebenbei setzt BestBuy schon seit einigen Jahren auf dieses Prinzip und fährt hiermit gut.

Und was macht Apple. Apple passt sich hier nur an. Die Zukunft liegt bei den Smartphones und Laptops. Schreibtisch-Kisten die unter dem Tisch die Raumluft erwärmen und den Staub auffangen, gehören bald zum alten Eisen. Der Schwerpunkt im Apple Store sieht heute schon recht mobil aus. Laptops in unterschiedlichen Ausführungen, iPad und iPhone. In Zukunft wird es vielleicht nur noch zwei oder drei iMacs geben. Standgeräte und Mac Mini fallen weg. Und zusätzlich dann noch ein iPhone light für 299,- € und ein 7 Zoll iPad für 349,- €. Wir werden sehen.

App Stores, Daten-Flatrates und Cloud-Wolken, die Daten wandern ins Netz.

Einen großen Teil vom Apple Umsatz wird jetzt schon mit App-, Musik- und Video-Downloads erwirtschaftet. Der App Store meldet bei jedem Apple Event neue Verkaufsrekorde. Die Daten werden mobiler. UMTS Smartphones gibt es wie Sand am Meer. Auch hier fallen die Preise wöchendlich. Eine Daten-Flatrate ist mittlerweile schon für unter 20,- € zu haben. Und Microsoft setzt bei seinem Office für die Zukunft voll auf Cloud-Computing.

Der Trend ist eindeutig, das Web wird mobil. Nun sollten auch die Hardware nachziehen.

Was nützt ein Smartphone oder Subnotebook mit leeren Batterien. Hier sind nun die Hersteller gefragt. Wie es scheint, hat Apple hier seine Hausaufgaben gemacht…

Bild-Titel und Text: Apple

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Leica I Umbau auf II-F


Information zu einem seltenen Leica I Umbau auf eine Leica II-F

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Update: Die Leica II-F ist nun zu verkaufen, incl. einem 90mm Tele und weiterem Zubehör. Bei Interesse bitte einfach melden.

Bei dieser Leica von 1930, mit der Serien-Nr. 52315, handelt es sich um eine „Leica I“. Von dieser Leica sind insgesamt 25183 Stück hergestellt worden. Der Besitzer hat diese im Jahre 1949 bei Leica in Wetzlar in eine II-F umrüsten lassen. Leica hat die Serien-Nr. der Leica I beibehalten. Dies war damals so üblich.

Der Nachkriegsumbau wurde auf der Deckelkappe wie folgt beschriftet: Leica (geschwungener Schriftzug), DBP, Ernst Leitz, GMBH, WETZLAR, Germany. Die Leica I war vorher wie folgt beschriftet: Ernst Leitz, Wetzlar, D.R.P.

Zur Besonderheit zählte hier auch der neue Verschluß mit der Verschlußzeit von 1/1000 Sek. Desweiteren wurde auch eine Blitzsynchronisation eingebaut. Der Anschluss für den Blitz wurde hinten rechts angebracht. Der Wahlschalter für die Blitzsynchronisation befindet sich unter dem Einstellrad für die Verschlußzeit. Desweiteren befinden sich zwei Sucher in dem Leica-Umbau. Ein Sichtfenster der das Sucherfeld relativ klar (nach mehr als 60 Jahren) darstellt und direkt daneben das Sichtfeld um die Schärfe einzustellen.

Das Objektiv ist das selbe wie bei der Leica I, dass Elmar 5cm (50mm) / f 3,5.

Zur Information ist noch festzuhalten, das die Leica I keine Trageösen vorweisen konnte, diese wurden beim II-F Umbau nachgerüstet. Das lässt auch erklären, weshalb manche Leica I oder halt die II-F Umbauten einen fast neuwertig lackierten Bodendeckel vorweisen können. Diese Leica Modelle wurden, mangels der fehlenden Trageösen, fast immer in einer Bereitschaftstasche transportiert. Deshalb war die Bodenplatte immer geschützt vor Kratzern.

Information über Baujahr, Serien-Nr., Stückzahlen, Typ und Ausführung

Folgende Webseiten können wir zur Überprüfung der Sachlage empfehlen: Baujahr anhand der Seriennummer überprüfen: summilux.net. Liste der Seriennummern, Baujahr und Stückzahl zu finden unter: cameraquest.com. Wiki zum Thema Leica-Schraub-Kameras: l-camera-forum.com.

80 Jahre alte Leica I mit aktuellen 35mm Kodak Farbwelt Filmen bestücken

Kein Problem. Man muss nur wissen wie. Flott in den Supermarkt, 200 ISO Film kaufen und ab in die Leica I. Das funktioniert in den seltensten Fällen. Ein Filmpatrone aus dem Jahr 2010 passt ohne Probleme in eine Leica I. Man sollte vorher aber folgendes beachten.

Ein aktueller Film muss erst einmal angeschnitten werden. Das hört sich nun schwieriger an, als es ist. Die neueren Filme haben am Anfang eine kleine Welle, diese muss nur 10 cm verlängert werden. Also insgesamt eine Länge von 10 cm aufweisen. Die Breite kann an die aktuelle Wellenbreite anschließen. Am Ende einfach einen Bogen einschneiden. In der Leica-Kopie von 1949 ist dies genau zu sehen. Einfach den Text mal durchlesen, dort ist es nochmal genau beschrieben.

Dann den beschnittenen Film wie in der Leica-Beschreibung einlegen und schon zieht sich der neue Film ohne Probleme in die 80 Jahre alte Leica. Könner wechseln einen Film in 30 Sekunden. Mit etwas Übung lernt man das Filmwechseln aber ohne Probleme. Durch diese Verlängerung der Welle, kann sich der neue Film perfekt in das Räderwerk einziehen. Danach den Deckel schließen und ca. 3 mal weiterspulen und auslösen.

Danach ist die Leica I einsatzbereit.

Fertig belichteten Film zurück in die Dose spulen

Wenn der Film fertig belichtet ist, muss man diesen wie bei jeder anderen analogen Kamera, in die Filmdose zurückspulen. Hierzu einfach den kleinen Hebel am oberen Gehäuse auf „R“ stellen und mit dem linken Rad den Film zurückspulen. Klappe öffnen und Film entnehmen, fertig!

Die Leica Preise und unser Fazit zum Leica II-F Umbau

Unsere Gesellschaft wird immer älter und somit steigt auch die Erbengeneration. Eine Leica wird in den seltensten Fällen im Müll entsorgt. Somit steigt auch die Anzahl der alten analogen Kameras an. Diese werden der jüngeren Generation vermacht. Diese ist aber mit den 10 Megapixel-Digicams aufgewachsen. Und hat leider selten Spaß an alter Kamera-Technik. Besonders wenn dies etwas kompliziert zu handhaben ist.

Und nun werden die alten Leicas in die zahlreichen online Auktionsbörsen eingestellt. In der letzten Zeit ist förmlich ein Überangebot dort zu vermelden. Es ist fast alles zu haben. Die Preise sind durch die Bank alle stark eingebrochen. Geld kann man nur noch mit wirklich sehr seltenen Exemplaren verdienen. Für 400,- € kann man bei WestLicht schon ordentlich gebrauchte aber funktionstüchtige Leica I und II Modelle erwerben. z. B. bei eBay sind die Preise auch nicht gerade im „High-Level-Bereich“ Im Gegensatz zu den Nikon Modellen F, F2 und F3, hier haben sich die Preise seltsamerweise in den letzten 3 Jahren verdoppelt.

Ob die Leica Preise demnächst wieder anziehen, kann man nicht sagen. Als Wertanlage sollte man dann doch etwas anderes anschaffen.

Zum fotografieren macht eine Leica I oder II aber immer noch höllisch Spaß… wenn man nicht gerade den Belichtungsmesser vergessen hat.

Bild-Titel und Text: Holger Bischoff

Bild-Text: Leica GmbH

Weitere Informationen zu alten Leicas:

Von der Idee zur Leica

Leica Taschenbuch: Kameras und Objektive

50 Jahre Leica

Max Berek: Schöpfer der ersten Leica-Objektive

Barnacks erste Leica: Das zweite Leben einer vergessenen Kamera

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Erfahrungsbericht: Nikon EM mit Motordrive


Nikon EM mit Motor-Winder und 50mm Nikkor Serie-E, Baujahr: 1991

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Etwas mehr als 450 Gramm bringt die Nikon EM auf die Wage. Das „neue“ Kamera-Design hat sein Debüt 1979 gefeiert. Als Plastik-Nikon ist damals die EM bezeichnet worden. Zu unrecht, da das Gehäuse aus Druckguß besteht. Nur die Abdeckung oben und unten sind aus Kunststoff gefertigt. Der Rest besteht aus solidem Alu.

Für große Hände ist die kleine Nikon EM wohl etwas unhandlich. Hier empfehlen wir den Motorantrieb MD-E zu montieren, da dieser einen kleinen Handgriff an der rechten Seite besitzt. So lässt sich die Nikon EM besser händeln. Das Gewicht erfreut einen sofort, wenn man nur die schwereren SLR Boliden gewöhnt ist. Selbst mit Motorantrieb und 50mm Obtik ist die Nikon EM als sehr leicht zu bezeichnen.

Was uns an der Nikon EM gefällt:

Wie schon erwähnt, das Gewicht. Die einfache Bedienung (die Zeit wird mit der Blende gesteuert) und das Handling. Die Nikon EM bietet zwar kein 100% Sucherbild, trotzdem ist der Sucher sehr hell und die Zeiteinstellung lässt sich gut ablesen. Der Belichtungsmesser wird mit einem kleinen Tipp auf den Auslöser aktiviert (dieser bleibt dann ca. 25 Sek. aktiviert). Die Belichtungszeit ist mittenbetont und beträgt 12mm. 40% Messung im Innenbereich und 60% werden dem Rest gewidmet. Danach kann man einfach am Ring Blende und die Belichtungszeit einstellen. Fertig! Einfacher geht es nicht. Und mit montiertem Nikkor-Winder MD-4 ist ein Filmvorspulen auch überflüssig.

Zum Filmwechseln braucht man nicht den Motor zu demontieren, den Arretierknopf kann man einfach unter dem Motordrive bedienen. Wie üblich kann man alle Nikon Objektive der Ai und Ai-s Reihe verwenden. AF Objektive mit Blendenring können ebenfalls verwendet werden. Die AF Funktion wird natürlich nicht unterstützt. Die alten Non-Ai Nikon Objektive können ebenfalls nicht verwendet werden.

Preiswerte Einsteiger-Kamera mit kleinen Mängeln:

Was uns nicht so gut gefällt ist die etwas „preiswerte“ Verarbeitung. Natürlich kann man die Nikon EM nicht mit einer F3, F2 oder der noch älteren Nikon F vergleichen. Der Neupreis lag ja damals nur bei ca. 220,- DM, ohne Objektiv. Da muß man halt auch Abstriche in Kauf nehmen.

Die Prüflampe für die Batteriespannung hätte man sich damals auch sparen können. Da die Batterie für den Belichtungsmesser fast ewig hält. Bei den Nikon Serie-E Objektiven fällt einem doch der Verarbeitungsunterschied zu den teuren Nikkoren auf. Hier würden wir z.B. das AF Nikkor 50mm empfehlen. Desweiteren bietet die EM leider nur eine Verschlusszeit  von einem 1/1000 Sek.

Die Batterieabdeckung am Motorantrieb überzeugt auch nicht. Das Gelenk besteht komplett aus Kunststoff. Nach 20 Jahren kann dies natürlich brechen. Ein Ersatz lässt sich aber besorgen. Neue „gebrauchte Motorantriebe kann man normalerweise um die 30 Euro erwerben. Falls der Deckel billiger ist, würde ein Austauch lohnen.

Fazit zur Nikon EM mit Serie-E 50mm Objektiv und MD-E Nikkormat Winder:

Die EM ist eine reine Einsteiger-Kamera, zu diesem Zweck wurde sie auch 1979 vorgestellt. Für den täglichen Profieinsatz ist diese nicht zu gebrauchen. Wer aber in die analoge Welt der Fotografie einsteigen will und ein paar Filme im Monat schießen möchte, sollte die Nikon EM wählen.

Die aus vielen Kunststoffteilen, teilweise maschinell gefertigten Serie E Objektive, sollten durch „Metall“ Versionen ersetzt werden. Die Nikon Serie-E  Objektive machen zwar sehr gute Aufnahmen, sind aber bei etwas „hartem“ Gebrauch nicht gerade langlebig. Der Motor ist praktisch und für kleines Geld zu erwerben.

Preislich liegen Body, Objektiv und Nikkormat-Winder bei ca. 50,- € bis 90,- €. Ein kleiner Preis für den Einstieg in die analoge Welt der Fotografie. Für mehr Infos empfehlen wir das Buch Nikon EM. Wunderbar einfach!

In den nächsten Wochen werden wir zusätzlich auf Flickr einige Testshoots der Nikon EM veröffentlichen.

Bilder: Holger Bischoff (Sorry… Handy-Cam)

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