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Belgien wird aufgeteilt und abgewickelt


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Zerfällt Belgien nun endgültig?

Die Abwicklung und Aufteilung von Belgien ist scheinbar schon beschlossene Sache. Da Vizepremierministerin Laurette Onkelinx am 6.12.2010 in der Presse verkündete:

„Wir müssen uns auf das Ende Belgiens vorbereiten.“

1830 haben die Belgier in einer Revolution gegen die Niederlanden ihre Unabhängigkeit erkämpft. Das ist nun 180 Jahre her und anscheinend bald Geschichte.

Die Risikoaufschläge auf die belgischen Bonds sind an den Börsen extrem gestiegen. Neben Griechenland und Italien ist Belgien sehr hoch verschuldet. Im Bericht der EU Kommission wird Belgien als Insolvenzkandidat eingestuft. Im Jahr 2012 wird die Schuldenlast auf über 100 % steigen. Laut EU Vertrag sind aber nur 60 % erlaubt. Hinter vorgehaltener Hand rechnet man bei der EU Kommission das Belgien noch vor Spanien um Hilfe bitten wird. Das alles ist nicht neu. Schon vor 35 Jahren stritten die Flamen und Wallonen um Geld und Einfluß in der Politik. Der Streit ist in den letzten Jahren nur noch weiter eskaliert. Und seit Monaten steht das Land nun ohne politische Führung da. Aktuell berät nun eine Arbeitsgruppe in Paris über die Abwicklung von Belgien.

Auf der Webseite von Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz ist im Artikel „Zur Zukunft Belgiens“ (vom 22.09.) zu lesen (kompletter Artikel unter dem o.g. Link):

…Eine wichtige Veränderung ist jedoch im Diskurs festzustellen, denn sowohl die Flamen als auch die Frankophone sind der Meinung, dass das Gleichgewicht des Staates vom Föderalstaat hin zu den Teilstaaten verlagert werden muss…

…Deswegen bin ich überzeugt, dass die maximale Kompetenzübertragung an vier Teilstaaten der einzige Weg ist, unsere Zukunft zu sichern…

Aufteilung von Belgien?! „à la belge…“

Das Land wird aufgeteilt in Flandern, Frankreich und Luxemburg. Die Wallonie fällt zu Frankreich, Luxemburg wird die deutschsprachige Gemeinschaft zugesprochen und aus dem alten Belgien wird Flandern. Es klingt zwar verworren und eigentlich unmöglich, dass Belgien abgewickelt wird. Wenn man aber als Aachener und Grenzgänger, den seit über 20 Jahre währenden Streit, zwischen den einzelnen Gruppen mitverfolgt, erscheint diese Aufteilung als logischer Schluss.

Die Fronten zwischen Flamen und Wallonen können und werden nie mehr zu kitten sein. Den Konflikt und die Antisympathie kann man am besten erleben, wenn man nach Belgien fährt und die Leute auf diese Sachlage anspricht. Und dazwischen dann noch die deutschsprachige Gemeinschaft die aktuell Gespräche mit Luxemburg führt, um den Anschluss an Luxemburg zu meistern. Wie will man da noch eine Einigung erzielen?

Die Karre ist festgefahren. Demzufolge werden die Aachener demnächst wohl Luxemburg vor der Tür haben. Eine Aufteilung wird schneller kommen als gedacht, da spätestens Anfang 2011 Geld fließen muss. Da bekanntlich keins mehr da ist.

Luxemburg vor der Tür, was nun?

Bringt für die Aachener eigentlich nur Vorteile. Die Benzinpreise in Luxemburg liegen um die 1,20 € für den Liter Super. Kaffee ist im Durchschnitt 20 bis 50 Prozent günstiger. Und die Zigarettenpreise liegen bei 3,- € für ein Päckchen. Demzufolge gibt es dann auch wieder Grenzkontrollen an der neuen Luxemburg-Grenze. Das ist man ja von früher gewöhnt und weiß sich zu helfen. Die Schmugglerpfade sind ja jedem Aachener bekannt und wer es noch nicht weiß, kann sich ja einschlägige Literatur besorgen. Wie z.B. Schmuggler, Zöllner und die Kaffeepanzer oder das Werk Amerikanische Besatzungspolitik. Die besten Routen stehen dort natürlich nicht drin…

Fazit:

Für Belgien-Fans bleibt Belgien bestehen, Aufteilung hin oder her. Eine Fahrt nach Aubel oder Visé bleibt immer ein Erlebnis. Nebenbei hat der Staat ein Problem, der Bevölkerung geht es eigentlich sehr gut. Der privat Wirtschaft geht es sehr gut. Die Bevölkerung ist reich und die Sparquote sehr hoch.

Falls aber Belgien abgewickelt wird, sollte man sich dann doch mal die eine oder andere Frage zur EU und zum Euro stellen. Wenn noch nicht mal ein kleines Land an einem Strang zieht, was soll dann mit Europa werden. Zumal der Sitz der EU in Belgien ist. Wenn das mal kein schlechtes Zeichen ist…

  • Der obere Teil ist die flämische Gemeinschaft
  • Der untere Teil die wallonische Gemeinschaft
  • Rechts haben wir die deutschsprachige Gemeinschaft
  •  Und in der Mitte die Haupstadt Brüssel, Sitz der EU

Bild Titel und Text: Holger Bischoff und Wikipedia / Vascer, Knorck (Wikimedia Commons)

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Aktuelle Ausstellung im IKOB



Aktuelle Ausstellung von Yves Zurstrassen

Das letztes Wochenende stand beim stockMagazin Team ganz im Zeichen der Kunst. Zuerst waren wir gemeinsam auf der Aachener Kunstroute 2009, danach ging es bei Sonnenschein und gutem Wetter in Richtung Belgien und zwar ins IKOB nach Eupen. Dort wurde die Ausstellung von Yves Zurstrassen eröffnet. Zu sehen gab es tolle fröhliche große Bilder.

Uns hat die Ausstellung wirklich sehr gefallen. Die Bilder haben etwas aufmunterndes, besonders wenn der Winter vor der Tür steht. Wir können einen Besuch im IKOB Museum nur empfehlen. Die Ausstellung ist vom 04.10.2009 bis zum 10.01.2010 im IKOB zu besichtigen.

Auf der Webseite vom IKOB ist zu dem Künstler folgendes vermerkt:

Yves Zurstrassen schafft eine völlig aktuelle Abstraktion, im Trend einer neuen internationalen Konzeption, indem er Raster und Zeichen aus den verschiedensten Kulturen in seine grossformatigen Ölgemälde einbaut

Weitere Infos findet man in der Einladung (PDF) zu download.

Bilder-Titel und Bilder-Text: Yves Zurstrassen/Foto: Gabriele Aretz

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Aachener Kunstroute 2009



40 Jahre Videokunst auf der Aachener Kunstroute

Letztes Wochenende waren wir vom stockMagazin Kunst-Technisch unterwegs. Auf der Aachener Kunstroute haben wir uns einiges angesehen. Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie beim späteren Besuch des IKOB in Belgien. Ganz interessant war aber die Ausstellung im Ludwig Forum.

Diese behandelt das Thema 40 jahrevideokunst mit dem Titel „Record>Again“. In der aktuellen Ausstellung ist die Videokunst von den 60er bis in die 70er-Jahren zu sehen. Einige Videobänder mussten sehr aufwändig im ZKM Labor in Karlsruhe restauriert werden. Das Labor ist spezialisiert auf antiquierte Videosysteme und Abspielgeräte. Das war nötig um überhaupt diese alten Bänder abspielen zu können. Das tolle an der Sache war, die Tatsache das diese Videokunst auf alten TV Geräten abgespielt wurde.

Ein Wunder ist, daß die S/W Fernseher überhaupt noch in die Gänge kommen. Wer sich mal die Videokunst der alten Tage ansehen möchte und auch noch Interesse an alter Technik hat, sollte sich unbedingt diese Ausstellung im Ludwig Forum ansehen. Bis zun 15.11. ist diese noch in den Räumen zu sehen.

Desweiteren konnten wir im Ludwig Forum die Bilder der belgischen Fotografin Alice Smeets betrachten. Wir haben vor Wochen schon mal einen Bericht über diese Fotoreihe im Foto Magazin gelesen. Und waren erfreut, diese Originale anzutreffen. Die Bilder zeigen die Lebensumstände der Bevölkerung und der Kinder im zerrütteten Haiti.

Bild: SXC/fedek6

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Der neue US Wohntrend?



The New Antiquarians, so lautet der Artikel in der NYT.

Ist dies der neue Wohntrend, der in den Staaten entsteht? Die „neuen Rebellen“ (NYT) sammeln antiquiertes aus dem 19 Jahrhundert. Schirme, Tiere, Bücher, Hüte und vieles mehr wird dort wieder zum Leben erweckt. Wenn man sich die Bilder in der NYT ansieht, scheint es so, daß die Jugend wieder den Scharm der alten Zeit wieder entdeckt.

Es ist nicht jedermans Geschmack zwischen ausgestopften Hunden und Vögeln seine Zeit zu verbringen. Aber schließlich hat nicht jeder den selben Geschmack. Stellenweise sind die Wohnungen sehr außergewöhnlich eingerichtet. Stellenweise etwas überfrachtet.

In Deutschland würde sich dieser Wohntrend erheblich positiv auf den Geldbeutel auswirken. Ein Brockhaus aus dem Jahre 1898 ist hier fast unverkäuflich, da ihn keiner haben will. Bei eBay gibt es Angebote schon für 200,- € Sofortkauf. Mit etwas Glück wird man dieses Meisterwerk für 150,- € los. Dank Wikipedia ist hier der Bedarf gleich null. Eigenlich schade.

Da kann man den US Sammlern nur raten, ab nach Europa. Auf dem Flohmarkt in Tongeren (Belgien) wird man mit solchen „tollen“ Sachen totgeschlagen. Hier in Europa ist eher leichtes Gepäck und leichte Möbel auf dem Vormarsch: Laptop, E-Book Reader, DigiCam und iPhone.

Wer aber sich mit 19 Jahrhundert Wohnkram eindecken möchte, dem legen wir die Flohmärkte in Belgien ans Herz. Fast schon Media Markt Atmosphäre in Sachen „Antik“


Bild-Titel und Bild-Text: Holger Bischoff

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