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Die elektronische Rennrad-Schaltung. Und was bringt die Zukunft?

Per leichtem Knopfdruckt elektrisch schalten, ist nun auch beim Hobby-Radsportler angekommen. Bestimmt demnächst nun das GPS-Navi die richtige Gangwahl am Berg?

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Campagnolo EPS hat mit der Record EPS und der Super Record EPS die elektrische Schaltung im Hochpreissegment eingeführt. In spätestens 2013 soll nun auch die Campagnolo Athena EPS, für ca. 2000,- € folgen. Shimano hat aktuell die Di2 Modellreihe im Angebot.

Im Moment alles nicht gerade preiswert. Der Preis wird sich aber langfristig wohl eher nach unten bewegen. Das trifft auf Shimano und Campagnolo zu. Da alle beiden Hersteller langfristig, den Massenmarkt im Blick haben. Ob es so kommt, wird man sehen. Eine Vielzahl der Hobby-Radsportler möchte gerne noch per Seilzug schalten. Hier ist das Userfeld wohl eher etwas konservativer eingestellt.

Wie sieht die Zukunft der elektronischen Schaltung aus?

Wer einmal eine EPS oder Di2 ausprobiert hat, wird begeistert sein von den schnellen und einfachen Gangwechseln. Und das auch unter Last. Ein einfacher Klick und der Gang ist drin. Schleifgeräuche gehören der Vergangenheit an. Das bietet zwar auch die Sram Red mit seinem speziellen Umwerfer, aber halt nicht elektrisch.

Wir haben einen Blick in die Zukunft gewagt und in den letzten Tagen mit Produktdesignern und E-Technikern, bei ein paar Bier, die Sache weiter gesponnen. Und sind zu folgender witzigen Idee gekommen.

Das GPS-Navi schaltet die Gänge…

Wenn man nun seine EPS oder die Di2 elektronisch mit dem GPS gesteuerten Fahrrad-Navi koppeln könnte, würde die Gangwahl auf die anstehenden Höhenmeter und die Trittfrequenz komplett das Navi übernehmen. Man würde dann gar nicht mehr zum Schalthebel greifen. Alles vollautomatisch.

Da die aktuellen Fahrrad-Navis sehr genau sind, stellenweise bis auf 5 Meter genau, würde das schnelle erkennen von Steigungen kein Problem darstellen. Kurz vor dem Berg wird dann der Gang gewechselt. Die Trittfrequenz wird mit dem Sensor ermittelt und schon weiß das Navi und die Schaltung was zu tun ist.

Zuvor hat man seine Trittfrequenz von z.B. 85 bis 95 im Navi eingetragen, die zu fahrende Strecke wird ja schon jetzt per GPS ermittelt. Die zwei Schalthebel fallen dann auch weg und man hat dann nur noch einen Plus und Minus Knopf auf der linken und rechten Seite vom Lenker. Gummiert und wasserdicht. Für den Fall, dass man im Gang bleiben möchte, gibt es einen roten gummierten Speedschalter und der Gang bleibt drin, so lange man diesen nochmal drückt. Dann würde das Schaltprogramm wieder seinen Dienst aufnehmen.

Und falls man im Berg aus dem Sattel geht, wird per Sensor (im Sattel) zwei Gänge hoch geschaltete, um die Trittfrequenz anzupassen. Für den Ziesprint bei einem Rennen, wird man wohl eher selber die Gänge wählen wollen, sonst heißt es demnächst noch: “Müller hat durch elektrische Probleme mit seiner Schaltung, die Etappe nicht für sich entscheiden können” :-)

Und wer mit dem elektronischen Overflow noch nicht genug hat, dem steht dann in Zukunft noch die Google-Cycle-Brille für Radsportler zur Verfügung. Da die Google-Brille ja demnächst den Massenmarkt erobert, wird die Google-Cycle-Brille die nächste Produktinnovation von Google sein, die die Gangwahl, bevorstehende Steigungen, Trittfrequenz und diverse weitere Infos dem Biker einspielen wird. Gekoppelt mit einem Herzfrequenzgeber wird der aktuelle Herzschlage natürlich auch ins System eingespielt.

Und wenn der Herzfrequenzgeber dann die 178 Schläge misst, wird automatisch die Trettlager-Bremse eingeschaltet und spätestens dann wünscht sich jeder seine Schaltzüge zurück :-)

Also dann… wir wünschen auf jeden Fall allen noch eine schöne sommerliche Ausfahrt auf seinem 80er Jahre Stahlrahmen…

Bild: Holger Bischoff

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