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Der DDR Plattenbau wird zum Trend

Die alte DDR Platte entwickelt sich zu einem Trend und ist gefragt wie nie zuvor. Junge Kreative und Designer entdecken den Plattenbau.

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Kurz nach der Wende wollte niemand mehr in diesem preiswerten und gut durchdachten Wohnraum einziehen. Viele Plattenbau-Siedlungen wurden abgerissen, da die Mieter fehlten. Der Niedergang der Platte wahr mancherorts unvermeidbar. Nun steht die DDR Platte vor einer Wiedergeburt. Kreative, Fotografen und Designer werden die neuen Mieter. Diesen Trend hat auch die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte erkannt und bewirbt den Plattenbau massiv per Web. Und dies noch nicht mal schlecht, wie die gut gestaltete Webseite jeder-qm-du.de zeigt.

Dort kann man nicht nur die Standart-Grundrisse einsehen, sondern man findet auch allerhand gut Tipps rund um den Plattenbau. Unter Platte Kreativ sind nette Einrichtungsvorschläge und Beleuchtungstipps aufgeführt. Unter Platten TV findet man YouTube Videos rund um die Bewohner einer Platte, desweiteren noch einige Tipps zum Selbermachen. Informationen über den geschichtlichen Hintergrund des DDR Plattenbau sind unter Plattenstory einzusehen. Durch die Bank findet man auf der Seite „jeder qm du“ eine ausgiebige Information zum DDR Plattenbau, falls man mit dem Gedanken spielt in das alte Wohnkonzept der DDR zu ziehen.

Passend zur Plattenbauwohnung, die Selbstbau-Möbel.

Nicht gerade gut gewählt, der Name Hartz IV Möbel, so die Bezeichnung der Webseite. Dort wird unter dem Motto „Konstruieren statt zu Konsumieren“ gezeigt, wie man sich einen Designer-Sessel selber bauen kann. Und das mit 24 € Materialkosten. Desweiteren noch einige andere Möbel. Der Architekt Le Van Bo, hatte die Idee. Er kam 1979 nach Deutschland. Die Baupläne kann man bei ihm anfordern. Laut Le Van Bo werden diese Möbel auch von Menschen aufgebaut, die tatsächlich wenig Geld besitzen. Dies hat er festgestellt, da man einen kleinen Fragebogen ausfüllen muss. Die Möbel haben aber designtechnisch einen hohen Anspruch. Gut vorstellbar, dass demnächst auch die „reichen-Berliner“ dem Bastelfieber erliegen.

Die Idee der preiswerten Möbel ist gut. Wer natürlich ganz preiswerte Möbel erwerben möchte, sollte nach IKEA gehen. Die sind dann aber nicht selbstgemacht und entsprechen dann eher dem Mainstream. Halt der Massengeschmack… Wer dazu keine Lust hat seine Plattenbauwohnung mit IKEA einzurichten, sollte sich mal die Seite hartzivmoebel.de näher ansehen.

Wir wünschen viel Spass beim schrauben und sägen.

Bild: Holger Bischoff 

2 Responses to “Der DDR Plattenbau wird zum Trend”

  1. Maik sagt:

    Es gibt sogar ein Plattenbau-Magazin: http://www.jeder-qm-du.de

Trackbacks/Pingbacks

  1. […] Retro ist schon seit Jahren ein großer Trend, aber gerade in angesagten Bars in Großstädten wie Berlin ist dieser Retro-Style ganz besonders gefragt. Kaum eine Bar oder Lounge, die heutzutage ohne Kugel-Sessel, rote Lampen […]


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