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Griechenland, Google und die deutschen Politiker


Google scannt die WLAN-Netze

Es ist mal wieder soweit. Nun ist festgestellt worden, dass Google zusätzlich auch die WLAN-Netze scannt. Hierzu zählen alle privaten und öffentlichen Netze. Das scannen der Funknetze erfolgte ohne das Wissen der Besitzer. Der Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar (Hamburg) kümmert sich also nun auch um unser WLAN-Netz, damit die böse Google Firma nicht ohne unser Wissen unser Funknetz scannt.

WLAN-Netze dienen zur Ortsbestimmung

Dabei ist seit längerem bekannt, das die WLAN-Netze zusätzlich zur Ortsbestimmung genutzt werden. Im Spiegel Online ist hierzu folgendes nachzulesen:

…Daten von W-Lan-Netzen werden tatsächlich seit Jahren benutzt, um vor allem in Großstädten zusammen mit Mobilfunkmasten und Satelliten die Position von Smartphones wie dem iPhone besser zu bestimmen…

Google und die deutschen Politiker

Es ist aber schön, dass der Herr Caspar aus der „Weltstadt“ Hamburg so fürsorglich ist. Uns ist es aber wirklich egal ob Google die Netze scannt oder die Deutsche Bundespost. Nebenbei ist die ganze Street View Diskussion mehr als peinlich. Deutschland ist das einzige Land, wo solche Diskussionen geführt werden. Nirgendwo anders ist das Problem so hochgekocht worden. Selbst in Deutschland sind nur 10.000 Widersprüche bei Google eingetroffen. Laut Carta.info sind das 0,25 Promille der deutschen Haushalte. Neben dem Geschrei um die WLAN-Ortung ist das Fotografieren der Straßen seit Monaten Thema Nummer eins. Es kommt einem schon aus den Ohren raus.

Google Street View wird mittlerweile von fast jedem deutschen Politiker, wie die Sau durchs Dorf getrieben. An der Spitze unsere liebe Frau Ilse Aigner, mit der Story „Aigner rät zum Widerspruch“. Frau Aigner hat sich aber seit neuestem der Firma Facebook verschrieben. Ist jetzt Google nicht mehr angesagt, Frau Aigner? Seit ein paar Wochen ist nun auch (siehe oben) Herr Caspar mit unsere alten lieben Freund Peter Schaar zum Thema Street View aktiv.

Es würde uns nicht wundern, wenn noch weitere deutsche Politiker die Street View Story durchkauen. Ach ja… Herr Armin Laschet aus unserer schönen Kaiserstadt hat sich auch noch zu Wort gemeldet. Nun gut, einer mehr aber weniger, was soll’s.

Nur zur Info: Man benutzt keine gefaltete Landkarten mehr, sondern das Handy.

Es gibt dringendere Probleme als Google und Facebook

Es scheint so, dass die Riege der deutschen Politiker (natürlich vor der Wahl), von den wirklich wichtigen Problemen ablenken wollen. Griechenland ist pleite und Portugal gerät ebenfalls ins trudeln. Die griechischen Anleihen werden nur noch mit extrem hohem Risikoaufschlag gehandelt und den Anleihen in Portugal droht das selbe Schicksal, wie in der FAZ Net nachzulesen. Auf godmode-trader.de ist ein netter Bericht zum Thema Euro zu finden. Dort ist auf einer schöne Grafik anschaulich zu sehen, dass jedes Euro-Land mittlerweile ein Haushaltsdefizit nachweisen kann. Die Maastricht-Grenzwerte liegen bei -3,0. Schon 2009 waren viele Euro-Länder weit über -11,00. Nebenbei erhält Griechenland aktuell kein Geld mehr auf den Finanzmärkten. Und der Euro ist im freien Fall. Aktuell liegt dieser zum Dollar (27.04.) bei 1,33.

Es lebe der Datenschutz…


Bild: SXC/dafalias

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